Bücherbewertung in Zweitsprache Deutsch – Book review in German as a second language

In der letzten Woche testete eine Lerngruppe von Schülern mit Deutsch als Zweitsprache (L2) die Online-Buchbewertung mit “LibraryThingforLibraries”. Die Fünftklässler hatten ihren Text sorgfältig im L2-Unterricht vorbereitet und erhielten in der Schulbibliothek eine kurze Einweisung zu der im Bibliothekskatalog integrierten Webanwendung. Im Anschluss nutzten die ersten Schüler die Möglichkeit, ihre Meinung mit einer breiten Masse von Lesern zu teilen. Nach der Freigabe der Buchbewertung durch die Schulbibliothek wird diese nicht nur im Bibliothekskatalog der ESRM veröffentlicht, sondern ist in jedem Bibliothekskatalog zu lesen, der LibrayThingforLibraries intergriert hat – weltweit!

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Last week, a group of students with German as a second language (L2) tried the library’s online tool “LibraryThingforLibraries”. The year 5 students had thoroughly phrased their review in previous L2 classes and got a brief introduction to the tool integrated into the library catalogue. In the following the first students took the chance to share their views and opinion with a wide variety of readers. Once released by the library, the book review is not only displayed in the ESRM library catalogue but in any library catalogue having LibrayThingforLibraries integrated – worldwide!

Leseprojekt: Deutsch als Zweitsprache – Reading project: German as a second language

leseprojekt-p3-l2-deDie Drittklässler der englischen Sprachabteilung mit fortgeschrittenen Kenntnissen der Zweitsprache (L2) lesen ihren Mitschülern ein deutsches Buch vor. Was nach einem simplen Arbeitsauftrag klang, entpuppte sich im Laufe der Bibliotheksstunde als ernst zu nehmende Herausforderung. Klar, die deutschen Bücher sind in der Schulbibliothek ganz leicht an ihren gelben Aufklebern zu erkennen. Für den Zuhörer das geeignete Buch aus den weit über 3000 deutschen Büchern in der Primarbibliothek zu finden, das bedurfte hier und da dann aber doch mehr als einen Anlauf. Als es dann endlich ans Vorlesen ging, wartete die nächste Hürde – denn nur weil einem jemand etwas vorliest, heißt das noch lange nicht, dass der Zuhörer auch automatisch alles versteht. Mit der Unterstützung ihrer Lehrer und der Bibliothekarin entdeckten die Schüler kreative Wege und Mittel, ihren Mitschülern einzelne Wörter oder auch die Handlung zu erklären – auf Deutsch. Eine tolle Erfahrung, die nicht nur die Lesekompetenz der Vorleser gestärkt hat.

Nach der heutigen Bibliotehksstunde werden die Kinder sicherlich noch mehr zu schätzen wissen, was ihre L2-Lehrer an der Europäischen Schule RheinMain Tag für Tag leisten …

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Year 3 students of the English language section with advanced level of their second language (L2) are reading out a German book to their classmates. What sounded like a simple task turned out to be quite a challenge. Sure, the German books are easy to recognize by the leseprojekt-p3-l2-de-4yellow label. Choosing the proper book out of more than 3000 German books in the primary library required more than one attempt in some cases. When it finally came to reading, it turned out that it does not necessarily mean that your classmate understands what you are reading out. With the support of their teachers and the librarian our students explored creative ways to explain words and plot – in German. A great experience; not only in terms of reading literacy.

After today’s library lesson the children will most certainly appreciate even more what their L2 teachers do at ESRM every day …

Die Bibliothek als Lernort

Dass die Schulbibliothek mehr ist, als ein ruhiger Aufenthalts- und Arbeitsraum für Schüler wird nicht nur durch unsere Lesungen deutlich. Es finden auch viele Projekte und Unterrichtsstunden in der Bibliothek statt. Von der einfachen Lesestunde – ein scheinbarer Luxus, der langfristig jedoch in den Klassen eine positive Haltung zu Büchern und zum Lesen erzeugt – über die Vorstellung unseres E-Book-Portals bis zu konkreten Projekten der Leseförderung.

Zwei Beispiele aus der aktuellen Arbeit:

1. Genre up-to-date:

Die Schüler arbeiten in Gruppen an verschiedenen Tischen mit Büchern aus je einem Genre. Die Zeichen für die Genres sind abgeklebt. Mithilfe des Klappentextes und der ersten Seite des Buches soll das Genre ermittelt werden. Jeder Schüler bestimmt das Buch, das ihm am besten gefallen hat – zunächst pro Tisch, am Ende insgesamt.

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Das Ziel: Der Blick über den Tellerrand der eigenen Interessen.

2. Blind Date mit einem Buch:

Blind Dates sind spannend! blind-date-mit-einem-buch

Bunt (und ökologisch korrekt!) verpackte Bücherstapel warten zu Beginn der Stunde auf die Schüler. Wie an Weihnachten darf jeder ein Paket auspacken: darin ist ein Bibliotheksbuch, in dem eine halbe Stunde gelesen wird. Drei Schüler stellen am Ende ihr Buch kurz vor. Und alle dürfen – wenn sie wollen – ihr “Geschenk” danach ausleihen.

Variante: Jede Woche wird ein anderes Genre verpackt.

Das Ziel: Abbau von Vorurteilen, Erweiterung des Horizontes, Neues kennenlernen.

Dieser Tag ist gerettet!

Zitat von J.B. aus der S2 (Klasse 7): “Ich wollte mich bei Ihnen bedanken, weil ich eine Präsentation gemacht habe – und das Buch hat mir sehr geholfen!”

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Wow, Danke! Unsere Sachbücher wurden selten so geschätzt (-:

Marketing für Schulbibliotheken: Auch dicke Bretter geben irgendwann einmal nach

Es gab bestimmt noch nicht viele Vorträge von Schulbibliothekaren auf Bibliothekartagen: Lange tat man sich schwer mit uns. Umso erfreulicher, dass es in diesem Jahr auf dem 103. Bibliothekartag in Bremen auch um Schulbibliotheken und Schulbibliothekare ging:

Medienbildung in Schulbibliotheken: Vom täglichen Bohren dicker Bretter

“Ein Plädoyer für die Schulbibliothek und die Schulbibliothekarin stand im Mittelpunkt des Vortragsblocks „Bibliothek und Schule“ auf dem 103. Deutschen Bibliothekartag in Bremen. Vor etwa hundert Konferenzteilnehmern stellte Renate Kirmse, Schulbibliothekarin an der Europäischen Schule RheinMain in Bad Vilbel, ihre Arbeit vor und ermunterte ihre Zuhörerschaft aus bibliothekarischen Fachkräften, Schulbibliotheken zu unterstützen und sich in ihrer jeweiligen Bibliothek pädagogisch zu engagieren. Sie machte deutlich, dass die Schulbibliothek keine Konkurrenz für die Öffentliche Bibliothek oder die Wissenschaftliche Bibliothek ist, sondern eher als Türöffner für andere Bibliotheken wirkt. Als Schulbibliothekarin sei es wichtig, pädagogisches Profil zu entwickeln und sich zunehmend ins Unterrichtsgeschäft einzumischen (Stichwort „teacher-librarian“).

Quelle: http://www.schulmediothek.de/startseite16.html?id=1046&news_id=594&cawbw_smtmyDevice=desktop

medienbildung

Der vollständige Vortrag findet sich unter https://www.opus-bayern.de/bib-info/frontdoor.php?source_opus=1542

Kein Durchbruch, aber ein Schritt nach vorne – hoffentlich!

What some of us already assumed:

Reading for pleasure puts children ahead in the classroom, study finds

http://www.cls.ioe.ac.uk/news.aspx?itemid=2740&itemTitle=Reading+for+pleasure+puts+children+ahead+in+the+classroom%2C+study+finds&sitesectionid=27

“Perhaps surprisingly, reading for pleasure was found to be more important for children’s cognitive development between ages 10 and 16 than their parents’ level of education. The combined effect on children’s progress of reading books often, going to the library regularly and reading newspapers at 16 was four times greater than the advantage children gained from having a parent with a degree.

Children who were read to regularly by their parents at age 5 performed better in all three tests at age 16 than those who were not helped in this way.

Dr Sullivan notes that reading for pleasure had the strongest effect on children’s vocabulary development, but the impact on spelling and maths was still significant.”

Renate