Warum war Deutschland geteilt? – Juliane Breinl besuchte uns mit ihrem Buch “Mein Mauerfall”

 

Was die Großeltern und Eltern unserer Fünft- und Sechstklässler auf die eine oder andere Weise als Teil ihrer Vergangenheit erlebten, ist für ihre Kinder ein Stück deutsche Geschichte aus dem letzten Jahrtausend. Ähnlich geht es Theo, dem Protagonisten des Sachbuchs „Mein Mauerfall“. Die Autorin eben jenes Buches, die bis zur Ausreise der Familie im Jahr 1984 in Leipzig groß geworden ist, war am 19. Dezember 2019 zu Gast an der Europäischen Schule RheinMain.

Während der drei Veranstaltungen wurden die geschichtlichen Hintergründe, die zur Teilung Deutschlands führten aufgezeigt, die Unterschiede zwischen dem Leben in der BRD und DDR erklärt, die Bedeutung der Stasi und des Mauerbaus erläutert sowie die Ereignisse und Entwicklungen beschrieben, die zum Mauerfall und der späteren Wiedervereinigung Deutschlands führten. Die reinen Fakten wurden mit Hilfe unterschiedlicher Beispiele, persönlicher Schicksale und „O-Tönen“ von Zeitzeugen nachvollziehbarer, die unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven verdeutlichten Theos Familienmitglieder im Buch.

Auch wenn die Schüler sich im Rahmen des Lehrplans in Klasse 5 bereits mit dem Thema DDR intensiv auseinander gesetzt hatten, waren die Meisten auch nach den Lesungsveranstaltungen noch neugierig und kauften das Buch oder liehen es aus der Schulbibliothek aus.

Leseförderung der besonderen Art

Drei Tage, drei Bücher, drei unterschiedliche Autorennamen auf den Buchtiteln, aber nur zwei Gast-Autoren. Außerdem stellen die beiden Gäste gemeinsam ein Buch vor, das weder den Namen des einen noch des anderen auf dem Cover aufweist. Was nach einer scheinbar unlösbaren Textaufgabe klingen mag und einen Schüler schon einen Skandal wittern ließ, ist schnell aufgeklärt. Zu Gast an der Europäischen Schule RheinMain waren die beiden Kinder- und Jugendbuchautoren Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann, die auch ihre – unter dem Pseudonym R.T. Acron veröffentlichte – “Ocean City” Reihe mit im Gepäck hatten.

Los ging das dreitägige Lesungsfeuerwerk mit den Zweit- und Drittklässler, denen Christian Tielmann auf altersgerechte Weise sich und sein Schaffen, die Eckpfeiler einer Geschichte sowie die verschiedenen Phasen des Schreibens vorstellte. Danach folgte ein kurzer Einblick in die Titel unter seinen Büchern, die wir in der Primarbibliothek zur Ausleihe anbieten – und die sicher bald vergriffen sein werden – bis die Kinder mehr darüber erfahren sollten, was an dem Tag geschah, als Jolante und Carlo ihren Papa umprogrammierten. Die Grundschüler hatten sichtlich Spaß an der Geschichte und lauschten aufmerksam und gespannt. Als Christian Tielmann seine Zuhörer fragte, was sie denn an ihren eigenen Vätern umprogrammieren würden, ließen die Schüler ihrer Fantasie freien Lauf. Allen Eltern sei zur Beruhigung gesagt, dass sie zufriedene Kinder haben, die hauptsächlich in Sachen Süßigkeiten-Verzehr, Taschengeld und sportlichen Fähigkeiten nachbessern würden 😉 Scheinbar nebenbei erzählte unser Gast ganz ungeniert von den Anfängen seiner Grundschulzeit als “Lese-Schwächling” und versuchte die Kinder auf seine Weise in Sachen Rechtschreibung zu motivieren (“…ist blöd, macht keinen Sinn, müsst ihr aber lernen …”). Dass unsere Schüler gerne noch mehr Zeit mit Christian Tielmann und seinen Geschichten verbracht hätten unterstrich der Versuch eines Schülers, als er ganz im Stil der Buchhelden ansetzte und zu Christian Tielmann sagte “Lieber, reizender Horst, würde es dir etwas ausmachen uns noch eine Geschichte vorzulesen?” …

Die Klassen P4DE konnten im Zuge ihrer Lesung nicht nur einen ersten Blick in die Sekundarbibliothek werfen und ihre „neue“ Schulbibliothekarin kennenlernen, sie wurden auch sehr schnell in den Sog des überaus merkwürdigen Internats des Direktors Grünspan gezogen, in das Lenny um Mitternacht von seinen Eltern gebracht wurde. Frank Maria Reifenberg präsentierte sein Buch „Lenny unter Geistern“ in einer szenischen Lesung und mit original Gespenster-Geräuschen, die so manches Mal dazu führten, dass die Schüler vor Schreck in die Höhe hüpften. Spätestens als das Nebelgespenst Lenny erst verschluckte und dann – leicht angewidert – wieder auf den Schulhof ausspuckte, waren alle mittendrin in Lennys neuer, überaus sonderbaren Schule. Keiner von ihnen wird wohl je wieder Mr. Strong vergessen, den Hausdiener der etwas anderen Art.

Die Klassen 5-6 der deutschen Sprachabteilung sowie die Sechstklässler mit Deutsch als zweiter Sprache waren eingeladen, sich zu überlegen, wie wohl das Leben der Menschen im Jahr 2318 aussehen werde. Genau das, so erklärten die beiden Autoren, war die Ausgangsfrage, mit der sie sich in “Ocean City – Jede Sekunde zählt” auseinander gesetzt hatten. Auch wenn alle Schüler die gleichen Illustrationen und Hintergrundinformationen zum Buch und der Lebenswelt in Ocean City präsentiert bekamen, so entwickelten sich doch ganz unterschiedliche Ideen und auch sehr individuelle Veranstaltungen. Mit ihrer offenen, unkomplizierten, humorvollen Art sowie dem aufrichtigen Interesse an den vier Schülergruppen gelang es den beiden Autoren mühelos, eine Verbindung zu ihrem jungen Publikum herzustellen. Immer wieder forderten sie ihre Zuhörer heraus, sich mit unterschiedlichen Szenarien gedanklich auseinander zu setzen und diese zu hinterfragen, während sie die Schüler immer mehr in die Realität aus Ocean City eintauchen ließen. Doch auch Parallelen zu unserer aktuellen Lebensrealität wurden angedeutet und aufgezeigt. Während des Lese-Parts der Veranstaltung hatte man dann fast das Gefühl, einem Hörbuch zu lauschen. Wie sehr das bis ins Detail ausgearbeitete Konstrukt von Ocean City die Schüler ansprach, spiegelte sich in ihren vielen Fragen wider.

Mit dem Besuch von Christian Tielmann und Frank Maria Reifenberg sollten Begeisterung für Bücher und Lesemotivation einmal mehr gestiegen sein. 

Piers Torday inspires with stories and powerful messages

Imagine somebody came and asked you to get three different groups of students at the age of 6-12 years to reflect on the magic of stories, the power of reading, animal protection and have them enjoy it all the while. Would you have any idea how to do that? Well, Piers Torday definitely did when he came to meet our students on 08 May 2019.

During the almost 90 minute sessions Piers Torday easily connected and never lost touch with his audience. In his very own and entertaining way he told the students about his first contact with books (when crawling through his mother’s book shop), his experiences with stories and how the magic of “black marks on white paper turning into a different movie for everyone is a magic no science has managed to explain”. From his personal experiences with being read to and with stories in general he moved on to the story of him becoming a writer and an author. Furthermore, he pointed out the “state of the art idea generator” every one of us has and how he got to develop his idea for “The last wild”.  Our students also got to know that even Roald Dahl rewrote his famous story of “Charlie and the Chocolate Factory” so that in future there should not be any reason of worrying about not getting a story right at the very first try.

Everyone present clearly enjoyed listening to Piers Torday and the very next day there was not only a significantly higher demand for Roald Dahl books in the library but also for those written by Piers Torday.

Who knows, maybe there will be a day when an author will be standing in front of students talking about how Piers Torday  inspired her/him back in the days of May 2019 …

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Von Brexit-Auswirkungen und anderen Herausforderungen*Of Brexit consequenses and other challenges

Man könnte meinen, es wäre nichts los in der Sekundarbibliothek. Weit gefehlt! Denn die Bibliothekarin war bis zum 29. März schwer unter Druck: Der Brexit lässt grüßen. Sie hatte den Ehrgeiz, alle englischsprachigen Bücher vor einem möglichen harten Brexit zu bestellen, und zwar für beide Bibliotheken. Was soll ich sagen: Sie war erfolgreich (im Gegensatz zum Britischen Parlament…). So stehen die Regale nun voll: Die Regale in den Bibliotheken mit neuen Büchern genauso, wie die Regale im Büro mit noch einzubindenden Büchern. Aber keine Angst: Es wird mindestens genauso viele neue deutsche Bücher geben – sie sind bereits bestellt.

Der Brexit spielte auch eine kleine Rolle – wenn auch eine untergeordnete – beim ersten Autorenbesuch in diesem Schuljahr. Ash Dickinson, Poetry Slammer und bekennender Brexit-Gegner besuchte uns bereits im Februar die Klassen S3 EN, S4 EN und S5 EN. Ash ist Poet, Performer und Workshop-Spezialist und begeisterte die Schüler mit einem sehr interaktiven Workshop in dem wirklich jeder einzelne Schüler an das Schreiben von Gedichten herangeführt wurde. Mit seiner humorvollen und lebendigen Sprache machte er Lyrik für die Schüler zugänglich und weckte ihr Interesse an der ganz eigenen Sprache der Lyrik. Dabei nutzte er vor allem die japanischen Gedichtformen, wie zum Beispiel Haiku – einfach, kurz und prägnant, so dass wirklich jeder Schüler die Chance hatte, ein eigenes Werk zu verfassen. Wie viele davon diese oder andere Formen der Lyrik „heimlich“ weiterhin verfassen (sei es für die/den Liebste*n oder im Tagebuch) werden wir wohl leider nie erfahren.

Für die Klassen S6 kam im März dann Que du Luu mit „Das Jahr des Affen“, einer Geschichte die auch von Flucht und Vertreibung handelt: im Hintergrund geht es in ihrem Roman um die Geschichte der Boat People aus Vietnam. Doch eigentlich geht es um die Frage, was Anderssein bedeutet, wie man seinen Platz im Leben finden kann, wenn man nicht wirklich dazugehört und was Heimat bedeutet – für die Autorin ein Begriff, so sagt sie, der mehr mit Menschen als mit Orten zu tun hat. Que du Luu ist chinesischer Abstammung, ihre Familie hatte in Südvietnam gelebt und war nach Ende des Vietnamkriegs – wie so viele damals – über das Meer von dort geflohen, und nach einer langen Odyssee nach in einer westfälischen Kleinstadt gelandet. Que du Luu hat mit den Schülern zwischen den kurzen Lesesequenzen intensive Gespräche geführt: Über die Geschichte im Buch, über ihre eigene Geschichte, über das Schreiben, das Fremd sein und noch viel mehr. Die Frage nach den eigenen Wurzeln war für unsere Schüler, von denen viele aus multinationalen Familien stammen, vielleicht genauso wichtig, wie für Que du Luu, die in ihrem Buch vor allem auch ihre eigene Geschichte verarbeitet hat.

Eine weitere Fluchtgeschichte brachte Annabel Wahba, Autorin und Journalistin bei der „ZEIT“ mit zu ihrer Lesung für die S2DE. Anhand einer wahren Geschichte hat sie in ihrem Jugendbuch „Tausend Meilen über das Meer“ von einem 15-jährigen Jungen aus Homs erzählt. Von seiner Flucht aus Syrien, aber auch von seiner Ankunft in Deutschland, den Problemen seiner Integration in der Schule. Frau Wahba brachte den Schülern in intensiven Gesprächen und mit ihrer warmherzigen Art dieses schwierige Thema näher und auch hier ging es viel um die Frage des Fremdseins, um das Schicksal von Menschen, die ihre Heimat verlassen und um das anders sein. Annabel Wahba war beeindruckt von der Vielfalt der Herkunftsländer unserer Schüler – sie selbst hat einen ägyptischen Vater und eine deutsche Mutter. Genau die Richtige also für unsere bunte Schule!

Noch ein kurzer Ausblick:

Als nächstes steht der Besuch von Piers Torday ins Haus. Sein Thema wird im weitesten Sinne Umwelt und Umweltschutz sein.

Dagegen sind die beiden jungen Autoren Jacob Leffers & Emil Woermann mit ihrem „Secret book for digital boys“ in der Netzwelt unterwegs.

Christian Tielmann und Frank Reifenberg, die unter dem Pseudonym „R.T. Acron“ die „Ocean City“ Reihe verfasst haben werden im Juni den Abschluss unserer diesjährigen Lesungs-Saison bilden.

Wir sind sehr dankbar, solch großartige Autoren zu uns einladen zu können!

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One could think there’s nothing to do in the Secondary Library. Way off the mark! The librarian was feeling under the pressure of 29th March approaching: Courtesy of Brexit. Her ambitious goal was to order all English books prior to a possible no-deal Brexit and to do that for both of the school libraries. What can I say: She made it (unlike the British Parliament …). Now the shelves are filled: Not only the shelves of the library but also the ones in the library office where the books are waiting to be covered. But don’t worry: There will be at least the same number of books in German – the order has already been placed.

The Brexit was also a topic during this school year’s first author visit when Ash Dickinson, Poetry Slammer and outspoken Brexit opponent  visited classes S3 EN, S4 EN and S5 EN in February. Ash is a poet, performer and workshop specialist who – with his interactive workshop – succeeded in guiding every student towards writing poetry. His humorous and lively language made lyric accessible to the students and caught their interest for the special way of the lyric expression. He mostly made use of the Japanese poetic forms such as Haiku – brief, simple, concise so that really every single student had the chance to compose their own piece of poetry. We will never know how many of them will “secretly” continue with this and other kinds of lyric (for the loved one or in a diary).

In March Que du Luu came to visit classes S6 and brought along her book “Das Jahr des Affen”, a story that, among others, touches the subject flight and displacement: The novel is set around the story of the Boat People from Vietnam. Yet it is dealing with the challenges of being different, finding ones place in life without having the feeling of belonging and the meaning of home – the author personally relates to this in terms of people and places. Que de Luu has Chinese ancestors, her family lived in the south of Vietnam and at the end of the Vietnam War she – as so many others – fled across the ocean and, after a long odyssey, ended up in a small Westphalian town. In between the brief reading sequences Que du Luu had intense conversations with our students: About the story in the book, about her own personal story, about writing, being a stranger and much more. The question about the own roots was likely important to our student as many of them come from multinational families; writing the book has been a way of coming to terms with her own story for Que du Luu.

Another story about fleeing was brought to the students of S2DE by Annabel Wahba, author and journalist of „DIE ZEIT“. In her juvenile book, which is based on a true story, she tells the story of a 15 year old boy from Homs, his flight from Syria but also his arrival in Germany and the problems with his integration in school. Ms/Mrs Wahba had intense conversations with our students and with her empathic nature managed to give the students an understanding of this difficult topic. Being a stranger, the fate of people having to leave their home and being different were also a big part of the talks. Annabel Wahba was impressed by the diversity of our students’ home countries – she herself has an Egyptian father and a German mother. A perfect match for our diverse and colourful school.

A brief preview:

Next to visit our school is going to be Piers Torday. To a great extend his topic will be nature and environment protection.

The two young authors of “Secret book for digital boys” Jacob Leffers & Emil Woerrmann are more into the digital world.

Christian Tielmann and Frank Reifenberg who are the ghostwriters “R.T. Acron” of “Ocean City” will wrap up our “reading season”.

We are very grateful that we are able to invite such magnificent authors!

“Der kleine Erdvogel” – Theater für die Jüngsten

Am 7. Februar 2019 gab es ein Wiedersehen mit der Theathergruppe “pohyb’s & konsorten” an der Europäischen Schule RheinMain. Dieses Mal wurde das Kinderbuch “Der kleine Erdvogel” auf die Bühne gebracht, in dem es um einen Maulwurf geht, der beschließt ein kleiner Erdvogel zu werden. Sowohl die Vorschulkinder als auch die Erstklässler beider Sprachabteilungen sollten in den Genuss der Aufführung kommen.

Die freudige Erwartung der knapp 175 Kinder war nicht zu übersehen, als sie die Aula im Sekundarschulgebäude betraten. Um so erstaunlicher, dass man eben diese Kinder nur wenig später mucksmäuschenstill und wie verzaubert auf ihren Stühlen sitzend vorfinden würde. Grund dafür war das einleitende Querflötenspiel von Maike Jansen, dem die Kinder fasziniert und gebannt lauschten. Von Anfang bis Ende der 50-minütigen Vorstellung waren die Kinder mit Begeisterung dabei. Während sich kurz nach Beginn der ersten Szene ein strahlend lachender Erstklässler umdrehte und “Das ist sooo lustig” rief, wurden im weiteren Verlauf die akrobatischen Fähigkeiten von Stefan Ferencz  gewürdigt, als eine Gruppe von Jungs einen Vergleich mit dem deutschen Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer anstellte. Wann immer das vehemente “Ich bin ein Erdvogel” oder “Ich will fliegen” des kleinen Erdvogels ertönte, wurde dieser von einem Chor aus Kinderstimmen unterstützt. Aber auch die Magie der stillen Momente ging nicht verloren und fand sich in den Kunstwerken und Erzählungen der Kinder wieder. So erinnerte sich beispielsweise Vorschülerin Anita an den Storch, der “Fliegen ist eine Kunst” gesagt hatte.

Abschließend bleibt festzustellen, dass die lebendige, fantasievolle und kunstvolle Darstellung allen Kindern das Verständnis ermöglichte und die Sprache, in der das Stück aufgeführt wurde, zur Nebensache werden ließ.

 

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On 7 February 2019 the theatre group “pohyb’s & konsorten” brought the children’s book “Der kleine Erdvogel” to the auditorium of European School RheinMain. Preprimary and children in primary year 1 of both language section got to enjoy the story of the mole who dreams of flying.

The excitement of the more or less 175 children was clearly visible when the entered the auditorium in the secondary school building. Hard to believe that these exact same children would be sitting on their chairs quietly and sort of enchanted only a few minutes later.  The  reason was the fascination of Maike Jansen playing the flute. From the beginning through the end of the 50 minute long show the children were capitivated. During the first scene a radiant smiling first grader turned to say “This is sooo funny” whereas a group of boys was expressing the admiration for Stefan Ferencz’s acrobatic skills when comparing him tio German soccer national team goal keeper Manuel Neuer. Whenever the little Erdvogel” vehemently exclaimed “I am an Ervogel” or “I want to fly” he was supported by a choir of children’s voices. But also the poetic and thoughtful moments did not go unnoticed but became visible in the pieces of arts and children reflecting on the theatre play. Pre-primary student Anita for example mentioned the stork who said “Flying is and art”.

This lifely, fanciful, creative and artistic show was an example that understanding is not necessarily tied up to speaking the same language.

Die Herzen erreicht – nicht nur den Verstand

Mit großer Intensität hatten sich die Schüler der S2 Deutsch im Unterricht in diesem Schuljahr mit dem Schicksal Anne Franks bekannt gemacht. So passte die Lesung mit Robert Domes, “Nebel im August” perfekt in die Unterrichtsplanung und zeigte den Schülern eine weitere Facette des NS-Terrors – der auslöschte, was man als “unwertes Leben” definierte.

Aus dem Klappentext:

Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von “Jenischen”, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird – obgleich geistig völlig gesund – mit dem Stempel “asozialer Psychopath” als unwertes Leben aus dem Weg geräumt. Der Journalist Robert Domes erzählt aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender Intensität. Er macht die Denkstrukturen des nationalsozialistischen Regimes sichtbar und berichtet von der damit einhergehenden Ideologie der Euthanasie.”

In Vorbereitung auf die Lesung hatten sich die Schüler intensiv mit dem Thema Ausgrenzung und dem Begriff “asozial”  beschäftigt. Robert Domes gelang es dann, die Geschichte von Ernst Lossa nicht nur intellektuell, sondern auch emotional tiefgehend zu erzählen. Die Schüler waren sichtlich berührt und wollten alles wissen über das Schicksal von Ernst und seiner Familie. Es gelang Robert Domes, in seiner Lesung wie in seinem Buch, eine große Nähe zwischen den Schülern und dem Protagonisten herzustellen. Wann immer die Schüler das Schimpfwort “Assi” wieder hören werden – vielleicht blitzt in ihnen die Erinnerung an Ernst Lossa auf. Dann wäre seine Geschichte tatsächlich in die Herzen der Schüler vorgedrungen – und dort geblieben.

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Cornelia Travnicek: Chucks

Converse-Schuhe spielten eine größere Rolle beim Besuch der österreichischen Autorin Cornelia Travnicek bei den S3DE-Schülern. Die junge, energiegeladene Autorin verstand es herausragend, die Schülerinnen und Schüler an Erwachsenenliteratur und an ihre zukünftige Klassenlektüre heranzuführen. Jung, unkompliziert und sehr verständnisvoll nahm sie ihnen geduldig die Schwellenangst vor der ersten Frage und stellte diese kurzerhand selbst.

Erwachsenwerden, Liebe, Verlust und Tod sind ihre Themen in Chucks, und so feinsinnig wie prägnant sie über diese schwergewichtigen Themen spricht, so schreibt sie. Dabei bedient sie keine kitschigen Klischees und mutet dem Leser immer wieder Zeitsprünge zu.

Für die Schüler ein hoffentlich guter Einstieg in die Welt moderner Literatur!

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Jo Cotterill: Comments from her audience

LAST BUT NOT LEAST:

Jo Cotterill was the first author I’ve ever met! I love that she loves cheese!!!! (Jennifer G.)

I loved how she showed the science behind electricity and made a model for us. (Madeleine L.)

An amazing experience that taught me a lot including that Jo Cotterill likes cheese, a lot! (Anna W.)

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“Tier der Woche” zu Besuch in der Bibliothek

Wer nicht schon vor der Autorenlesung zu den Katzenliebhabern zählte, der war es spätestens nach dem Besuch von Hildegard Müller. Aber nicht nur das “Tier der Woche” sondern auch die Begegnung mit der sympathischen Autorin und Illustratorin hinterließen großen Eindruck.

“Ich erzähle die Geschichte nur stellvertretend für Oskar”, kündigte Hildegard Müller an, und fügte hinzu, dass Sie sich nicht ganz sicher sei, ob die Erzählungen des “Katers mit Charakter” voll und ganz der Wahrheit entsprächen. Das sei aber ja oft so bei Geschichten.

Leichte Zweifel und Grübeln – auch über die zu Beginn aufgekommene Frage was eigentlich “Charakter” sei – rückten schon bald in den Hintergrund. An ihre Stelle trat das Gefühl, dass Hildegard Müllers Kinderbuch-Held tatsächlich irgendwie anwesend zu sein schien. Lag es an dem mitgebrachten Groß-Portrait von Oskar, wie er da auf dem obersten Sitzbrett des Kratzbaums thronte? War es Hildegard Müllers Art des Lesens, lag es einfach an der besonderen Erzählweise des Buches oder waren vielleicht die begleitenden Illustrationen dafür verantwortlich? Es war sicherlich ein Mix aus all diesen Elementen, der eine Vertrautheit zu Oskar bei den Zuhörern entstehen ließ sowie den Eindruck, ihn tatsächlich auf seinem Lebensweg begleitet zu haben.

Wie eindrucksvoll, anschaulich und realistisch Oskars Geschichte erzählt ist, unterstreichen zwei Fragen der Kinder, die sie bis zum Schluss beschäftigten:

Gibt es den Oskar wirklich?” und  “Ist die Geschichte echt?

Auch das Interesse an weiteren Oskar-Geschichten war groß. Eine Gruppe nahm dies zum Anlass, sich selbst am Ideensammeln und Schreiben von weiteren Geschichten zu versuchen. Wer weiß, vielleicht werden diese Hildegard Müller inspirieren, “Neue Geschichten von Oskar“ zu schreiben (oder werden es doch Geschichten vom Mader?). Das Versprechen, dann wieder zu Besuch an die ESRM zu kommen, nahmen die Zweitklässler ihr noch an Ort und Stelle ab.